Die Tippse

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'The Other Hand'
Chris Cleave

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'Dúlamán'
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(Ode) An die Arbeit!

Aua.
Eigentlich wollte ich mich ja erst melden, wenn ich meine Füße wieder spüren kann. Aber erstens kann das dauern und zweiten benötige ich die ja glücklicher Weise nicht zum Tippen. Also gibt es den lang erwarteten Bericht vom lang erwarteten ersten Arbeitstag.

Ja...Was soll ich sagen? Ich war wie gewohnt lieber ein wenig zu früh als zu spät da. Macht aber nichts, weil Frau M. mich offensichtlich schon erwartet hatte. Ob ich die letzten freien Tage genossen hätte. Ja...Nein...Äh...Weiß nicht. Ist das 'ne Fangfrage? oO
Dann: Ein Schwall von Papier. Sicherheitshinweise, Anmeldung für die Schule, Anleitung zum Schreiben von Ausbildungsnachweisen...etc. Soll ich mir irgendwann in Ruhe durchlesen...Dann die Frage, auf die ich schon den ganzen Morgen gewartet habe: Ob es denn nötig wäre, mich herum zu führen. Weil ich mich doch größtenteils schon auskenne...Mein Gesicht spricht Bände: Menno! Ich will aber! *trampel* Naja.Dann eben nicht. Ich mach das nachher auf eigene Faust.
Gut, ich fange also in der Pflege an und werde gleich nach unten begleitet. Fein, fein...Ach? Frau D. sollte ich besser begrüßen? Nun dann...
Frau M.: "Guten Morgen, Frau D. Frau S. ist jetzt hier..."
Frau D.: "Moin! Also mit dir haben wir ja heute gar nicht gerechnet."
Ela: "Das dachte ich mir bereits."
Und wo man schon mal da ist, geht man gleich in die Buchhaltung...um festzustellen, das Frau N. gar nicht da ist. Och,nee. Echt mal...Ich hatte mich so auf sie gefreut. Allein schon, weil sie mir unbedingt mein 'Kuchenblech' (Einweg-Grillplatte) wiedergeben wollte xD Nun ja...Matthias scheint sich dafür umso mehr zu freuen mich zu sehen und Maria guckt auch nicht so grimmig, wie ich das sonst immer erlebt habe.

Kurzer Smalltalk zwischen Frau M. und Maria, ob man die neue Auszubildende denn schon kenne...Ich versuche derweil nett auszusehen und nicke freundlich, während ich auf dem Flur leise Schritte in Richtung Buchhaltung vernehme. Schritte, die ich kenne. Schritte, die nur zu einer bestimmten Person gehören können und während meine Mundwinkel langsam nach oben rutschen, tippt mir auch schon jemand auf die Schulter um mich kurz darauf mit einem Grinsen und einem "Na, du..." zu begrüßen. Mein 'Bruder', mein virtueller Sonnenschein im Büro. Der Christoph (: Jetzt bedauere ich es doch ein bisschen, dass ich meine Ausbildung in der Pflege beginne und nicht wie sonst üblich in der Buchhaltung. Verdammter Mist. Naja...Noch ein kurzer Abstecher zu Frau S. ins Sekretariat, die es sehr komisch findet, den Witz zu mit dem "Ach ja...Sie sind die Neue? Sehr angenehm." zu bringen. Ok, es war irgendwie lustig^^. Anschließend und offensichtlich nicht ganz in Frau M.'s Sinne, kehre ich noch in die JuHi ein, muss aber leider feststellen, dass bei Andrea niemand ist. Warum hat die ausgerechnet dann Urlaub, wenn ich komme? Tz...Dafür begrüßt mich Gundula aber umso herzlicher. Herr V. ist wortkarg wie immer und ruht in seinem Chefsessel wie ein Büro-Buddha. Und wir alle wissen: Reden ist Silber. Schweigen ist Gold. Herr V. und ich verstehen etwas von nonverbaler Kommunikation und Blicke sprechen ja bekanntlich Bände. Und so sind wir uns augenscheinlich einig, dass ich die Zeit in der Pflege verfluchen werde und es einfach sch... ist, dass ich nicht einfach in der JuHi anfangen kann. Aber...Was soll's.


Dann endlich treppab zur Pflege. Kurzer Rundgang. Bis auf ein Zimmer kenne ich schon alles. Frau R. begrüßt mich so ungewohnt und überschwenglich freundlich, dass ich es gleich mit der Angst zu tun bekomme und Schwester A. ist zum einen so gereizt und zum anderen mit einem schlechten Gesichts-und Namen Gedächtnis gesegnet (zumindest was Praktikanten angeht), dass sie sich gar nicht an mich erinnert, mich aber immerhin zur Kenntnis nimmt und mir einen Blick zuwirft, der vermutlich sagen soll: "Es ist besser, wenn du mir aus dem Weg gehst, sofern ich dich nicht brauche." Ok...Habe ich kein Problem mit. Und so verabschiedet sich Frau M. bei mir und lässt mich hilflos vor einem leeren Schreibtisch stehen. Frau R. guckt etwas hilflos und versucht ein Gespräch anzuzetteln "Ist aber schön, dass du jetzt doch hier bist..." Ja...Find ich auch. Zum Glück gibt es schnell etwas zu tun für mich. Vielleicht auch zu schnell. Denn noch während ich Patientenakten die abgelaufen sind aussortiere, bekomme ich die Ablage auf's Auge gedrückt (Warum will die eigentlich nie einer machen?!) und noch ca. 50 andere Aufgaben, die ich heute oder nein lieber doch nächste Woche, dann aber auf jeden Fall erledigen muss. Wie ich das in mein Berichtsheft schreiben soll...Ich habe keine Ahnung.


Das einzige, was ich wirklich weiß ist: Es ist heiiiiß v.v Ich habe wirklich ein Glück, dass ich hier unten anfange. Es ist die reinste Sauna. Zudem herrscht hier ein Umgangston wie auf dem Hamburger Fischmarkt. Ich habe wirklich noch nie ausserhalb eines DÄ-Konzertes so oft das Wort 'kotzen' gehört o.o
Ich versuche wie immer alles auf einmal zu erledigen, was auch einigermaßen klappt. Irgendwann schaffe ich es sogar, den "Das ist doch alles sch..."-Schwall von Frau R. zu ignorieren und zu erkennen ob es etwas Ernstes ist oder eben nicht, anstatt jedes Mal hochzuschrecken. Einer dieser Flüche richtet sich an die PC-Maus, die offensichtlich lieber hoch hinaus möchte anstatt einfach sanft über den Bildschirm zu gleiten. Während ich über den Akten hänge und alles ausschwitze, was ich gerade in Form von kaltem Wasser zu mir genommen habe, kann ich nur denken: "Bitte greif zum Telefon! Bitte greif zum Telefon!" Und weil ich entweder laut gedacht habe oder Frau R. einfach keine Lust mehr hat die Maus anzuschreien, höre ich wie sie den Hörer zückt und zwei Zahlen in die Telefontastatur hämmert. Schade nur, dass Christoph gerade nicht da ist. Muss uns eben der Matthias helfen. Der tut mir irgendwie leid, wie er da so fröhlich lächelnd in der Tür steht und dann zu hören bekommt, wie doof die Maus ist, die der doofe Christoph besorgt hat. Alles doof. Ich grinse Matthias entgegen, was ihn offensichtlich ein wenig motiviert und während er unter den Schreibtisch krabbelt, bin ich doch irgendwie froh, dass Christoph keine Zeit hatte...
Je mehr ich schwitze, desto öfter gucke ich zur Uhr. Seltsames Phänomen. Dafür bewegt sich der Zeiger nicht ganz so langsam, wie es mir sonst immer vorkommt. Gegen 1145h kommt Mario vorbei und fragt, ob ich schon mal die Post gemacht hätte. Ja. Aber das ist ein Jahr her und da war die Frankiermaschine noch antik. Also verspreche ich um 1220 oben zu sein um zum einen zu lernen wie die neue Maschine funzt und zum anderen um eher Feierabend zu machen. Haha...
Als es auf 1220 zugeht bekomme ich noch etwas in die Handgedrückt. Pflegeverträge. Kopieren. Beidseitig. Gnah. Nicht jetzt noch. Nicht kopieren. Da bin ich so traumatisiert. Und wieso gibt es überhaupt unten einen Kopierer? Ich will nach oben...Mit dem Blick zur Uhr sehe ich ein, dass mein Plan "Ich mach mal alles auf einmal" irgendwie nicht aufgeht. Nebenan liegt noch ein riesen Stapel Papier, ein Stapel Akten, oben wartet Maria mit der Post und der Kopierer kopiert so langsam wie möglich, während hinter mir im Versammlungsraum eine der Pflegekräfte am Tisch sitzt und vor sich hin blubbert (Auch eine Eigenart an die man sich erst gewöhnen muss). Ok. Kopien sind fertig. Ab nach nebenan. Noch tackern. Dann "Ich geh schnell die Post machen!". Geht offensichtlich in Ordnung...Oben wartet Maria schon mit einem riesen Stapel Briefen. Moment, habe ich eben gesagt "Ich geh mal schnell die Post machen"? Hatte ich wirklich vergessen, dass das gar nicht geht? Naja...Irgendwie überwältigt die viel zu laute Frankiermaschine den Berg und ich sause wieder nach unten um meine Sachen zu holen, weil Maria mir anbietet mit mir zur Post zu fahren um mir zu zeigen wie ich an die Post komme und wo ich unsere abgeben muss.
Unten...Werde ich erstmal angepflaumt, warum die kopierten Verträge nicht gestempelt sind. -Vielleicht, weil mir das keiner gesagt hat? Also schnell die Stempel auf die Kopien, umschlagen und dann in die Mappe für den Chef, damit er unterschreiben kann. Was, wieso ich nur die Kopien gestempelt hab? Weil davon gerade die rede war? Toll...Originale auch noch stempeln und dazu...Alles was recht ist. "Ich geh dann mal...Post und so..." Was? Nein, ich wusste nicht, dass da noch zwei Briefe kommen...-.-
Als die dann auch endlich fertig sind, schnappe ich meine Tasche, wünsche ein schönes Wochenende und verschwinde nach oben. Schnell frankieren und auf Maria warten, die noch was aus der Küche holen will. Hm...Die Tür hinten steht offen...Immerhin wollte Frau R. ja, dass ich Christoph sage, dass die eine Maus nicht wollte.
Ela: Ach...duuuu?
Christoph: Hm?
Ela: Die Maus, die du Frau R. als erstes runter gegeben hast, die funzt....äh...die funktioniert irgendwie nicht.
Christoph: Und wieso nicht? Was soll das denn?
Ela: Keine Ahnung...Ich steck doch da nicht drin...
Christoph (grinst): Komm mal her. Zeig mal dein Tattoo.
Christoph: Cool...
Ela: Davon gibt's noch 'nen zweiten mit 'nem kleinen Ghettoblaster...
(Beide grinsen)
Christoph: Und der kommt dann daneben? Dann können die sich angucken.

Und so doof das auch klingt, aber in solchen Momenten liebe ich diesen Kerl einfach^^ Ich kann's wirklich kaum abwarten, bis die zwei Monate rum sind und ich endlich wieder in der Buchhaltung bin. Da ist man wenigstens nich so vom Rest der Bürowelt abgekapselt. Und man sieht viel öfter nette Leute (:
Hey...2 Monate...Und davon nur 34 Arbeitstage. Das wird ja wohl zu schaffen sein.

Abschließend bleibt nur zu sagen: Es ist einfach schön, wieder beim DRK zu sein.

1.8.08 15:16
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


franzi / Website (1.8.08 17:21)
ela...seit letzen sommer hasse ich alle maschienen, die mit briefen zu tun haben...vorallem, wenn sie noch antik sind (; und ich habe auch gelernt, wie "toll" es doch ist, den halben nachmittag damit zu verbringen, alte akten heraus zu sortieren...
du hast mein volles mitgefühl (;
aber trotzdem erst mal herzlichen glückwunsch zum überstandenen ersten arbeitstag (: *drück*

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